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Aktionstage Poetischer Nihilismus


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Unbemerkt

Die wirklich großen Katastrophen

Kollektive Katastrophen sind viel einfacher zu ertragen,

  • denn die gemmeinschaftliche Gesellschaft hält zusammen,
    • während die Einzelkatastrophen immer abseits und alleine erlebt werden,
      • und sind schrecklicher deshalb, weil es keine Aufarbeitung geben wird,
        • und es wird nicht anerkannt werden in der gesellschaftlichen Erinnerung,
          • sondern vollkommen vergessen.

National bedächtig

Das alte Deutschland

  • als Rüstungs- und Chemiestandort für den ersten und zweiten Weltkrieg,
    • ist auch heute noch äußerst erfolgreich
      • als Standort für alle heutigen Begehren nach waffenunterstützter Macht.
  • wurde in der Wirschaftspolitik niemals Restriktionen entgegengestellt,
    • machen wir uns nichts vor,
      • unser Land gehört nachwievor den Junkern.
        • Wie in allen anderen Ländern auch,
          • es gilt das vollgültige Recht des sozialdarwinistischen Stärkeren,
            • der Unfreundlichkeit den lebendigen Menschen entgegen.
  • hat sich nie verändert bis heute.

Frage:

Gibt es denn moralische Waffenfirmen?

  • Derzeit noch nicht,
    • aber bald gibt es ja die KI, die nicht mehr schießt bei den unklaren Terrorismuszielen.

Der Philosophischer-Nacht-und-Sonntagsdienst.de-Ratgeber rät:

Auto verkaufen und kein neues mehr "holen".

Friedrich Merz zum Beispiel

Der Mensch hat immer Weltuntergangsängste

  • denn er weiß um sein eigenes Ende,
    • also er weiß es per se,
      • und es wird leichter für ihn, wenn er nicht alleine sterben muß.
  • und die Zerstörungswut vieler Gesellschaften
    • besteht eben genau darin.

Eschatologische Erwägung:

Der Mensch hat immer Weltuntergangsängste

  • denn er weiß um sein eigenes Ende,
    • also er weiß es per se,
      • und es wird leichter für ihn, wenn er nicht alleine sterben muß.
  • und die Zerstörungswut vieler Gesellschaften
    • besteht eben genau darin.

Ein bisschen wie Jesus:

Tim Berners-Lee

ist die Ausgeburt der Internet-Hölle,

  • denn er erschuf das World Wide Web,
    • welches uns böse quält mit seinen Möglichkeiten zur Massenüberwachung,
  • und er schämt sich zurecht dafür.
    • Seine Verbesserungsvorschläge für ein besseres Web sollte man ernst nehmen.
      • Ich glaube, er schämt sich wirklich.

Sammelgedanken im Emacs-Scratch von heute:

WISO (ZDF)

  • "So kann der Brillenkunde seinem Optiker nur blind vertrauen." (nicht wortwörtlich, aber inhaltlich)

Endzeitphantasien

  • sind immer lächerlich menschlich/persönlich
    • bei den normalen Leuten,
      • die völlig phantasielos ihr Leben fristeten.
  • Da könnte der ohnehin vorhandene Irrsinn mehr bieten
    • bei den ohnehin vorhandenen Verschwärungsspezialisten,
      • die dann einmal tatsächlich recht hätten.

Aktionstage Poetischer Nihilismus im Philosophischer-Nacht-und-Sonntagsdienst.de

Monolog einer Milbe im siebenten Stock eines Edamerkäses

Auf einem silbernen Teller befand sich einst ein Edamer Käs, und nahe dabei ein Talglicht, welches den Käs bestrahlte. Milben hatten sich, durch die innere Gährung seiner organischen Partikeln, im Käse erzeugt. Unter ihnen war eine Philosophin, welche dem Ursprung und der Bestimmung des Käses und der Milben nachdachte. Jemand, der den Käs zu essen im Begriff war, belauschte ihren Monolog mit dem Ohr jener Geniemänner, welche die Sphären singen, die Nerven stimmen, die Flöhe husten hören.

Man fragt mich nicht, wie Das möglich war. Die Frage über das Wie der Dinge ist oft indiskret, und wir könnten eher allgemeine Zweifler werden, als sie in jedem Falle beantworten. Genug, dieser Fürwitzbeutel vernahm die Milbe so reden.

"Wie lieblich duftet dieser Käs! Wie ambrosisch ist dieser Geschmack! Wie nahrhaft diese Speise! Wie bequem meine Wohnung! Eine unermeßliche, durchaus eßbare Welt.

Wie mächtig, wie wohltätig muß der sein, der den Käs machte, ihn für Milben schuf! Unser Sein war sein Wille, unser Wohlsein sein Zweck. Denn vom Nutzen eines Dings schliessen wir auf seine Absicht.

Ich gehe weiter: Dieser Käs ist der beste unter den möglichen. (Der Eigentümer hielt ih für versalzen). Der Beweis ist simpel. Hätte der Urheber einen besseren machen können, so würde er ihn vorgezogen haben. Warum sollte er das Vollkommene dem Mittelmäßigen nachsetzen!

Jener glänzende Körper, der aus ungemessener Ferne meinen Käs bestrahlt (hier lächelte die Milbe gegen das Talglicht) was kann er sein, als unsere Laterne? Wie erquickend, wie wohltätig ist sein Licht! Wie anpassend der Organisation meiner Augen. Ja, das Licht ist um der Milben willen gemacht.

Glückliche Milben! Ihr seid Mittelpunkt - Endzweck aller Kombinationen der Welt. Euch erfreuet das Licht. Euch duftet der Käs, Euch laden seine fetten Partikeln zum Genusse ein.

Aber eben darum, weil Milben der Zweck sind, dem die Natur alle ihre Werke, als Mittel, subordiniert hat; eben darum, erhabene Milben, ist diese ephemerische Existenz nicht das ganze Erbteil, welches die Natur euch beschieden hat.

Sollte sie nicht ewige Zwecke lieben? Sollte der Zirkel der Allnatur ohne seinen Mittelpunkt, worauf alle Strahlen sich beziehen, bestehen können? Nimmermehr! Milben: ihr seid zu den erhabensten Aussichten bestimmt. Eure Existenz; in der Höhle des Käses ist nur der rosenfarbene Morgen eines schönen Tags, dessen Mittag eurer wartet.

Die sublimen Gedanken, welche itzt meinen Geist beschäftigen, sind mehr als die Wirkung meiner Organisation. Es ist wahr, ich kenne meinen Körper, die inere Natur seiner Elemente, die Art ihrer Zusammensetzung beinah gar nicht. Aber dennoch kann ich a priori bestimmen, welche Wirkungen aus dieser Zusammensetzung möglich sind, und welche nicht."

So eben wollte die Rednerin von der Zukunft weissagen, und die Natur der Käse, welche sie künftig bewohnte, und zum Teil essen würde, auf unzählichen, wie sie meinte unumstößlichen Grundbegriffe der Milben metaphysik zu demonstrieren beginnen, als der Zuhörer, vom Mitleid über ihre Mühe gerührt und um ihr eine langwierige Reihe Syllogismen zu ersparen, die Rednerin samt dem Katheder, worauf sie stand, in den Mund steckte und verschlang.

Man sagt, sie habe noch zwischen den Zähnen des Würgers behauptet, ihre Erhaltung, ihr Wohl sei der Endzweck der Natur.

Wilhelm Ludwig Wekhrlin

04.11.2018, aktualisiert vom März 2007 (src)

Der einfältige Buchhalter

Wenn die Lebensgrundlagen verkauft werden

  • dann muß derjenige eben sterben,
    • dessen Leben halt deshalb endet,
      • nicht wahr.
        • So will es die Welt aber nicht notwendigerweise,
          • nur die Kriminellen, die sie verkaufen.

Langfristige Sentenz

Was man niemals macht:

  • nichts.

Was man mehr tun sollte:

  • nichts.
    • Phantasieren/Nachdenken ist ok.

Diese wenig tausend Superreichen

Diese wenig tausend Superreichen

  • haben Angst, - vor allem haben sie Angst, - und dann nochmal Angst,
    • achja, und dann auch noch viel Geld
      • das man ihnen tatsächlich wegnehmen sollte.

Alles ist gut,

Alles ist gut

  • wenn es für mich gut ist!
    • Aber wer bin ich, wenn es nicht wir sind?

Hegel

Glückskinder leben im Glauben einer schönen Welt, und sie stecken andere an, das Schöne zu denken um einer Wirklichkeit willen, die in allem Bewußtsein sein sollte.

  • Die tiefere Struktur des menschlichen Geistes.
    • Das ist der darwinistischen Gedanke, der im Materiellen gilt. Die

noch tiefere Wahrheit, jenseits des Sozialdarwinismus, welcher ein dummes Wort ist, liegt darin, daß die denkenden Menschen die Solidarität immerzu aus genetischem Instinkt für das Menschliche bewahren.

Hegel dachte das Schöne und nahm den Wahn daran ernst.

  • Presseorgane unserer Springer-Zeit haben ihn längst widerlegt.
  • Daß es einen Fortschritt gibt, ist ein wundervoller Gedanke. Daß

Glückskinder diesen Gedanken intuitiv verwirklichen, ist ein schöner Menschheitsgedanke.

  • Ispell kennt den Begriff "Menschheitsgedanke" nicht und macht ihn als Fehler kenntlich durch Hervorhebung.
  • Bei den Menschen gibt es diesen Gedanken oft in Sci-Fi-Lektüren, aber sie erkennen ihn nicht mehr als mögliche Alternative des Alltags.
    • Die Menschen haben ihren Fortschritt nur da, wo sie individuell die Hoffnung erkennen und die Motivation bekommen, die Freiheit zu suchen.

Das ist in der Sprache allein. Das ist der Geist ihrer dialektischen Identität etc.

  • Ja, der Hegel.
  • Unnötig zu erwähnen, daß er nicht originell war, sondern nur festhaltend. Der berühmte Schriftsteller Schiller, der inzwischen die Attribution "berühmt" dringend benötigt, weil er es längst nicht mehr ist, arbeitete einiges vor. Wie kühn, ihn zu erwähnen.

(edit Wikipedia-Beitrag Hegel im Literaturbereich: "Drei Studien zu Hegel" von Adorno).

Aus dem dauernden Emacs-Scratch

"Schön sprechen"

  • Haha, wie alt ist denn dieser Spruch.
    • Aber immer richtig für alle Beteiligten von Gemeinschaften,
      • für die das ja immer gilt, auch bei denen,
        • bei denen wüst schön ist.

Die letzte Konsequenz der Aufklärung

ist die KI, die künstliche Intelligenz. Im Grunde übergeben wir die Terminologie der moralischen Grundfragen, also der Erkenntnistheorie, der Ethik und das dritte hab ich vergessen, eine einen supervernünftigen Apparat, der die Dinge für uns regelt. "42" ist das Ergebnis hiervon. Die Kritik der Romantik an dieser reinen (kantischen) Vernunft besteht darin, daß die klappernde Computer-Vernunft in keinster Weise die menschlichen Dinge übernehmen oder auch nur regeln könnte. In "Der Sandmann" von E.T.A Hoffmann verliebt sich der arme Student Nathanael in den gar nicht mal so perfekten Roboter namens Olimpia und muß an dieser Liebe irrsinnig werden. Das ist die Kritik der Romantik an der Aufklärung, nämlichh daß sie unmenschliche Ansprüche an die Menschen stellt. Wobei mir eben scheint, daß die Aufklärung als rasselnder Algorithmus gar schlecht charakterisiert wird, vielmehr ist es der Versuch, den Wahnsinn der Menschheit auf ein erträgliches Maß herunterzubrechen, indem es eine Sprache der Vernunft für deren Austausch gibt. Der Kant kam da recht weit voran. Deshalb sehe ich, wie Du auch, ma chère Demoiselle, die Romantik durchaus auch als "Antwort" auf die vermeintlichen Nachteile der Vernunft. Thomas Mann schrieb in einem Aufsatz über den Nationalsozialismus:

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/060902.html

(für Sophie)

Der Rückfall ins chronologische Prinzip,

die einzige Anerkennennung des reinen Waltens der Zeit als die verbliebene philosophische Pragmatik, die immer dann gilt, wenn der letzte Gedanke gescheitert oder vergessen ist… das ist die Vorphilosophie.

Zwei Versuche, die Welt zu verstehen,

  • der eine, die Welt durch Wisschenschaft und Sprache zu verstehen,
    • was wichtige Informationen zum Leben beiträgt,
  • der andere, die Welt durch Geld (also durch die benennbaren Zahlwerte) zu verstehen,
    • was einen draufsetzt auf das Wissen, nämlich Geld.

Hier im Web gibt es

Soziale Hetzwerke

  • Ich werde nie verstehen, wieso die Leute im Web-Browser ihre Zeit verbringen,
    • wo doch jeder weiß, daß das Web der Industrie gehört,
      • und daher dem Geld und der Antihumanität.
  • Ein bisschen doch.

Die neuesten Gedanken im emacs-scratch

Das Problem der fortschreitenden Menschheit

  • und Menschenerkenntnis
    • ist die zunehmende Belastung durch geronnene Erfahrung,
      • sprich: Klischees.

Meine Freundin ist wild und schön,

  • und sie versucht das Leben ständig neu.

Was ich alles erlebt habe mit dem Computer,

  • oft im Chat,
    • und ich traf viele Leute,
      • einige davon später in Liebe und im Realen Leben -
        • Das gilt das meiste.

Der große Turm

Das Problem der fortschreitenden Menschheit

  • und Menschenerkenntnis
    • ist die zunehmende Belastung durch geronnene Erfahrung,
      • sprich: Klischees.

Meine Freundin ist wild und schön,

  • und sie versucht das Leben ständig neu.

Was ich alles erlebt habe mit dem Computer,

  • oft im Chat,
    • und ich traf viele Leute,
      • einige davon in Liebe.
        • Das gilt das meiste.

Merkwürdige Männer

  • Seit ungefähr drei Jahren kann ich schöne Männer erkennen.
    • Seither kann ich es überhaupt, weil ich das Aussehen bewerten kann, was mir zuvor immer bedeutungslos schien.
    • Vorher jedenfalls hatte ich gar keine Ästhetik des Mannes.
      • Und nun habe das Bodybuilding-Leitbild für schöne Körper,
        • ich fühle mich durchaus klüger.
          • Die Medien können ja auch bilden.
  • Ein Land hat soviel Intelligenz,
    • wie seine Medien haben,
      • denn das ist die Öffentlichkeit.

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Created: 2018-11-15 Do 21:07

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