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Eine sentenziöse Ödigkeit

Die Traurigkeit und der Schmerz der Welt gilt nur für uns Säugetiere.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180212.html

Selbstbewußtsein und Geistesgegenwart

das sind die Gegenbegriffe dessen, was man ständig im Medienalltag aushalten muß, wo sie einen kleinmachen und dummreden. Damit, und mit damit meine ich Selbstbewußtsein und Geistesgegenwart geht und läuft und geschieht sehr viel, was einen sehr bequem auftreten läßt, wenn es gelingt.

Vielen gelingt das nicht damit.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180206.html

Sportler

sporteln und haben Sport. Sie dehnen und optimieren ihren Körper, sie nutzen die Möglichkeiten, die erlaubt sind, um ihren Sport betreiben zu können, und sie haben die Möglichkeit, an Festspielen teilzunehmen. Dort wiederum sporteln sie, mit all ihrer Kraft, natürlich, und all ihrer äh Intelligenz, die sie fürs Sporteln aufbringen. Dann kriegen mannche einen Preis fürs beste Sporttreiben.

Das findet natürlich niemand beachtenswert, denn was soll der Sinn davon sein? Aber warum gibt es das dann?

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180205.html

Die merkwürdigen Emotionen der Angestellten von Konzernen,

  • die weinen, wenn sie entlassen werden,
    • die sich komplett mit der Heuschreckenmentalität ihres Konzerns gemeiner machen
      • als etwa deren Vorstand.

Und die immer denken, sie seien in einer Familie beschäftigt,

  • und ihre Eltern sie nun ins Heim gäben,
    • und daher streiken und demonstrieren sie aus einer großen Enttäuschung heraus.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180201.html

Ich stieg in die Takelage

Ich erkannte die Gefahr, die wir liefen, und die böse Wirkung seiner Exorzismen auf die Mannschaft, die der einfältige Priester entmutigte, anstatt ihr Mut einzuflößen, und hielt es für klug, mich einzumischen. Ich stieg in die Takelage, rief die Matrosen an die Arbeit und sagte ihnen, es gäbe gar keine Teufel, und der Priester, der sie ihnen zeigen wollte, wäre ein Narr. Ich konnte sprechen, was ich wollte, mich selber der größten Gefahr aussetzen und ihnen zeigen, daß nur von tatkräftigem Eingreifen die Rettung zu hoffen sei: ich vermochte nicht den Priester zu hindern, mich für einen Atheisten zu erklären und den größten Teil der Mannschaft gegen mich aufzuhetzen. Die Winde wühlten während der zwei folgenden Tage die Wogen unaufhörlich auf, und der Schurke wußte den Matrosen, die aufmerksam ihm zuhörten, einzureden, das Unwetter würde sich nicht legen, solange ich auf dem Schiff wäre. Von diesem Gedanken durchdrungen, hielt einer von ihnen den Augenblick für günstig, um die Wünsche des Priesters zu erfüllen, und versetzte mir, der ich am Rande des Oberdecks stand, einen so heftigen Schlag mit einem Tau, daß ich hinfiel. Es wäre um mich geschehen gewesen, hätte sich nicht die Spitze eines Ankers in meinem Rock verfangen und mich so vor dem Sturz ins Meer bewahrt; es war im eigentlichsten Wortsinn mein Rettungsanker. Man kam mir zu Hilfe, und ich wurde gerettet. Ein Korporal zeigte mir den Matrosen, der den mörderischen Anschlag auf mich gemacht hatte, ich nahm den Korporalstock und prügelte den Kerl tüchtig durch; doch die Matrosen und der wütende Priester eilten auf sein Geschrei herbei und ich würde unterlegen sein, wenn die Soldaten sich nicht auf meine Seite gestellt hätten. Der Kapitän des Schiffes kam mit Herrn Dolfino hinzu, sie mußten den Priester anhören und der Bande zu deren Beruhigung versprechen, mich sobald als möglich ans Land zu setzen. Damit noch nicht zufrieden, forderte der Priester, ich sollte ihm ein Pergament überliefern, das ich in Malamocco im Augenblick der Einschiffung von einem Griechen gekauft hatte. Ich erinnerte mich dessen nicht mehr, aber es war wahr. Lachend ühergab ich es Herrn Dolfino, und dieser lieferte es dem fanatischen Kapellan aus, der ein Siegesgeschrei ausstieß, sich das Kohlenbecken aus der Küche holen ließ und darauf ein auto da fé hielt. Das unglückselige Pergament wand und krümmte sich eine halbe Stunde lang, es zerfiel, und der Priester stellte das als eine wundersame Erscheinung dar, die alle Matrosen überzeugte, es sei ein Höllenpakt gewesen. Die angebliche Kraft dieses Pergaments sollte darin bestehen, alle Frauen in den Mann, der es trug, verliebt zu machen. Ich hoffe, der Leser wird mir die Gunst schenken und glauben, daß ich nicht im mindesten an Zaubertränke, Talismane und Amulette glaubte. Ich hatte das Pergament nur aus reinem Scherz gekauft.

Casanova - Erinnerungen

Sag doch auch mal was, das sagen alle zu allen.

Jemand sollte damit anfangen.

  • Aber was sagen, wenn doch alles gesagt ist?
    • Etwa, daß alles, was gesagt ist, eben fast nichts ist,
      • falls es darum ginge, etwas neues zu sagen.

Jemand könnte ja etwas sagen,

  • das allen gefällt,
    • aber das auch allen dient. Das wäre neu in unserer Medienwelt.
      • Eine menschenfreundliche Sprache finden wir in unserer Medienwelt
        • nämlich immernoch nirgends.

Aber es könnte ja jemand was sagen,

  • irgendetwas,
    • womit alle dann ein Leben hätten.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180117.html

Das, was die Werbekunden sagen,

  • das sagt auch das Medium,
    • sonst verlören sie sie als Zahlpartner.
      • Diese ewige Diskussion ist längst entschieden,
        • selbst wenn die Redaktion kein Telefon zur Marketing-Abteilung hat im Hause.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180107.html

Weltende

Es ist ein Weinen in der Welt,
Als ob der liebe Gott gestorben wär,
Und der bleierne Schatten, der niederfällt,
Lastet grabesschwer.

Komm wir wollen uns näher verbergen
Das Leben liegt in aller Herzen
Wie in Särgen-

Du! wir wollen uns tief küssen -
Es pocht eine Sehnsucht an, die Welt,
An der wir sterben müssen.

Else Lasker-Schüler

Clara an Nathanael

Wahr ist es, daß Du recht lange mir nicht geschrieben hast, aber dennoch glaube ich, daß Du mich in Sinn und Gedanken trägst. Denn meiner gedachtest Du wohl recht lebhaft, als Du Deinen letzten Brief an Bruder Lothar absenden wolltest und die Aufschrift, statt an ihn an mich richtetest. Freudig erbrach ich den Brief und wurde den Irrtum erst bei den Worten inne: »Ach mein herzlieber Lothar!« - Nun hätte ich nicht weiter lesen, sondern den Brief dem Bruder geben sollen. Aber, hast Du mir auch sonst manchmal in kindischer Neckerei vorgeworfen, ich hätte solch ruhiges, weiblich besonnenes Gemüt, daß ich wie jene Frau, drohe das Haus den Einsturz, noch vor schneller Flucht ganz geschwinde einen falschen Kniff in der Fenstergardine glattstreichen würde, so darf ich doch wohl kaum versichern, daß Deines Briefes Anfang mich tief erschütterte. Ich konnte kaum atmen, es flimmerte mir vor den Augen. - Ach, mein herzgeliebter Nathanael! was konnte so Entsetzliches in Dein Leben getreten sein! Trennung von Dir, Dich niemals wiedersehen, der Gedanke durchfuhr meine Brust wie ein glühender Dolchstich. - Ich las und las! - Deine Schilderung des widerwärtigen Coppelius ist gräßlich. Erst jetzt vernahm ich, wie Dein guter alter Vater solch entsetzlichen, gewaltsamen Todes starb. Bruder Lothar, dem ich sein Eigentum zustellte, suchte mich zu beruhigen, aber es gelang ihm schlecht. Der fatale Wetterglashändler Giuseppe Coppola verfolgte mich auf Schritt und Tritt und beinahe schäme ich mich, es zu gestehen, daß er selbst meinen gesunden, sonst so ruhigen Schlaf in allerlei wunderlichen Traumgebilden zerstören konnte. Doch bald, schon den andern Tag, hatte sich alles anders in mir gestaltet. Sei mir nur nicht böse, mein Inniggeliebter, wenn Lothar Dir etwa sagen möchte, daß ich trotz Deiner seltsamen Ahnung, Coppelius werde Dir etwas Böses antun, ganz heitern unbefangenen Sinnes bin, wie immer.

E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann

Gedanken

sind immer ein frecher Gegenentwurf zum flachen materiellen Dasein, welches die Welt ausmacht.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/171222.html

Das Ereignis des Gedankens.

Ein Talent des Menschen, Worte und daher Gedanken zu haben.

  • Es ist wie ein ständiges Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk,
    • etwas sagen zu dürfen, was mutig, witzig und daher befreiend ist.

Dieses Talent darf jeder bedienen, der

  • weiblich oder männlich, reich oder arm, jung oder alt ist,
    • aber es wird nur ein Ereignis, wenn die glückhhafte Entäußerung darin stattfindet.

Es ist niemals das Gefühl, das zählt,

  • sondern immer das richtige Zählen.
    • Es ist der Gedanke, der in der Sprache als Vernunft sich erweist.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/171218.html

Die Besinnungslosigkeit,

in die jeder normale Mensch politisch verfällt, ist die anarchische-freche Antwort auf die Ansprüche der allzuvielen Nebenmenschen, welche leben, gar atmen wollen oder Wasser trinken. Wer längst schon gedanklich tot ist, hat es nicht mehr schwer, sich totzustellen, während die übrigen totgehen.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/171217.html

Die wichtigen Menschen

  • sind immer in Konzernen beschäftigt
    • sie verdienen sehr viel Geld.
      • und sie wollen daher keine Veränderung der Welt,
        • an denen sie nicht mitverdienen.

Wohl aber ist die Welt verloren gegenüber allen,

  • die an ihr "Geld" verdienen,
    • was ein Verbrechen ist
      • an all den lebendigen Lebensformen.

Die wichtigen Menschen in der Wirtschaft,

  • der Exekutive, Legislative und Judiskative
    • sind wahrscheinlich meistens Verbrecher.

Wo die Regeln der Gesellschaft enden,

  • beginnt die Freiheit des Schuftes,
    • und alle falsche Bildung gilt immer diesem Ideal.

Ein kluger Paketdienstleister

würde ja den Auslieferern Zeit geben, um mit den Paket-Empfängern zu sprechen. Da erführe man so einiges. Der hier wohnt allein und wählt CDU, - der hat Geld; der hier kauft Gartenartikel und hätte gern eine Frau. Der muß nur auf eine Gartenliebhaber-Seite gelenkt werden. Ein anderer ist wütend und möchte nicht sprechen. Er soll wortlos bedient werden.

Ein kluger Paketdienstleister weiß aus allen diesen Informationen doch mehr und besser Profit zu schlagen. Das ist die Zeit.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/171211.html

Sage etwas Objektives über das Universum,

dessen kleiner Teil wir sind, aber als dessen kleiner Teil wir immerhin einige Sprachen haben. Ob es wohl schon Sprachen gibt, die Zeit und Raum aufgrund großer Andersartigkeit als etwas gemütliches betrachten?

Doch für viele ist der Wunsch sehr groß, sich wegzudenken von hier, wegen des ständigen Krieges und der ständigen Not.

Genauso ergeht es diesem Kind im Märchen.

Wenn man sagt: "Die Welt ist schlecht", sollte man besser sagen: "Diese hier ansässige Menschheit ist grundsätzlich dumm und bösartig und zeigt kaum Nächstenliebe."

Aber ein Anderswo und Glücklicheres gibt es wohl nicht im näheren Universum.

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Created: 2018-02-15 Do 22:29

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