· Philosophischer Nacht- und Sonntagsdienst ·

Poetischer Nihilismus

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Der wissbegierige Autofahrer

In Vertretung aller Interessen
In der Gewolltheit sinister seiender Verfügbarkeit.
Verfügbar durch die willige Präsenz
und durch die Last des eignen Vehiküls,
verfügbar durch den Drang und des Erfahrens,
verfügbar durchs Automobil.

Nie dachte ich mich frei, hier glaubte ich
mich wissender durch diese Technik.
Es gibt den Bonus nicht, sich zu befreien,
und wenn es ihn doch gibt, dann doch nicht so,
unbedingt wohin zu fahren.

Ich wünsche mich weit dorthin, -
da im Gefühl zu sein,
wohin die anderen nur Strecke machen,

so wie ich auch dieser Tage
und auch morgen
noch.

(Wird schon wieder)

Weltende

Es ist ein Weinen in der Welt,
Als ob der liebe Gott gestorben wär,
Und der bleierne Schatten, der niederfällt,
Lastet grabesschwer.

Komm, wir wollen uns näher verbergen
Das Leben liegt in aller Herzen
Wie in Särgen-

Du! wir wollen uns tief küssen -
Es pocht eine Sehnsucht an die Welt,
An der wir sterben müssen.

Else Lasker-Schüler

18.05.2019, aktualisiert vom November 2018 (src)

Der Zeitbetreib der Natur

Neue Lebensformen

  • sind immer ein Problem für die vorherigen Lebensweisen,
    • aber neue Leute etwa
      • sind immer schon die vorherigen Leute für die noch neueren Leute.
        • in jeder Clique
          • und jedem Staat
  • passieren notwendigerweise.

Ignoranz und Selbstvertrauen

machen Männer zu richtigen Männern.

15.05.2019, aktualisiert vom Januar 2009 (src)

Automobilbau

  • scheint nun auch eine Art Küferhandwerk zu werden
    • sehr speziell,
      • aber ein bisschen wird es schon noch geben.
        • wie bei den Küfern halt
          • und den anderen mittelalterlichen Handwerken.
15.05.2019, aktualisiert vom Oktober 2018 (src)

Du wirst es bereuen

Heirate, du wirst es bereuen; heirate nicht, du wirst es auch bereuen; heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen; entweder du heiratest oder du heiratest nicht, du bereust beides. Lache über die Torheiten der Welt, du wirst es bereuen; weine über sie, du wirst es auch bereuen; lache über die Torheiten der Welt oder weine über sie, du wirst es beides bereuen; entweder du lachst oder du weinst über die Torheiten de Welt, du bereust beides. Trau einem Mädchen, du wirst es bereuen, traue ihr nicht, du wirst es auch bereuen; trau einem Mädchen oder traue ihr nicht, du wirst beides bereuen; entweder du traust einem Mädchen oder du traust ihr nicht, du wirst beides bereuen. Erhänge dich, du wirst es bereuen, erhänge dich nicht, du wirst es auch bereuen, erhänge dich oder erhänge dich nicht, du wirst beides bereuen; entweder du erhängst dich oder du erhängst dich nicht, du wirst beides bereuen.

Sören Kierkegaard

15.05.2019, aktualisiert vom Juli 2005 (src)

Essais

Zu den Bienen wäre nachzutragen, daß man bloß einen Schwarm davon auf das Monster loszulassen braucht, und er wird Stärke und Mut genug haben, es in die Flucht zu jagen. Als kürzlich die Portugiesen die Stadt Tamly im Gebiet von Xiatima belagerten, trugen deren Bewohner eine große Menge Bienenkörbe, an denen sie reich sind, auf die Befestigungsmauern und trieben die durch Feuer angriffswütig gemachten Tiere auf die Feinde, die nun, weil sie deren Sturm und Stichen nicht standzuhalten vermochten, ihr Unternehmen abblasen mußten. So verdankte die Stadt Sieg und Freiheit dieser neuartigen Hilfstruppe, die zudem vom Kriegsglück derart begünstigt war, daß bei der Rückkehr aus dem Kampf keine einzige Biene fehlte.

Michel de Montaigne, Essais, Zweites Buch, 12. Kap.

15.05.2019, aktualisiert vom November 2005 (src)

Solange die Sprachen

der Medien, der Politik und der Leute zuhause so weit auseinanderklaffen, wie sie es tun, gibt es keine neue Diktatur. Man muß diese schweren Diskrepanzen als heilsame Kunstfertigkeit des hegelschen Weltgeistes schätzen lernen. Die tätige Dialektik in ihrem Wirken ist immer absolut.

15.05.2019, aktualisiert vom Februar 2009 (src)

Die Idee der demokratisierten Vernunft

ist verführerisch,

  • denn das Volk weiß ja am besten, was es will,
    • trotz BILD und Großkonzernen,
      • die jeweils andere Ziele verfolgen als die der Vernunft.

Der Alltag aber ist, daß die Konzerne und die BILD den Alltag unseres Lebens,

  • verändern, manipulieren und ins Gegenteil verwandeln,
    • das bestätigt ich bei allen demokratischen Wahlen erneut, und
      • wieder und wieder.

Die demokratisierte Vernunft ist im Alltag die Vernunft der schwerreichen und egoistischen "Eliten",

  • und daß denen die Welt komplett gehört,
    • ist leider die demokratisierte Vernunft.

Erkannt, als unerquicklich empfunden, abgehakt.

  • Die Armut wäre längst kein Weltproblem mehr, wenn es nicht die Schwerreichen gäbe. Die aber sind systemrelevant für unsere demokratische Welt.
15.05.2019, aktualisiert vom Juli 2014 (src)

Der Traum der Menschheit,

fliegen zu können, ist inzwischen vollkommen eskamotiert,

  • denn er wird nun gelebt. Dieses Realisieren von Träumen ist insgesamt ohnehin immer ein Unding, und in diesem Fall erinnert es einen an nichts Poetisches, sondern an eine ökologische Katastrophe.
  • Wie schade um eines der schönsten Dinge, das sich die Menschen einmal in ihren Köpfen erträumen konnten. Berichte von Flugreisen werden hiermit zum Schund erklärt, und

Leute, die Flüge bei Fluggesellschaften buchen, sind aus dem gesellschaftlichen Bekanntenkreis zu entfernen.

  • Der Traum von einem blauen Himmel ohne die weißen Striche der Kondensstreifen ersetzt den vom Fliegen.
15.05.2019, aktualisiert vom November 2003 (src)

Spinoza

mit seiner wundervollen und gemäßigten Auffassung der Welt wird nach Meinung des PhNuS viel zu selten von den Verantwortlichen RTLs in ihrer täglichen Produktion respektiert. Dies ist ein Versäumnis innerhalb der betriebswirtschaftlich zu denkenden Formate… Er ist nämlich ganz wider den Krawall gebürstet.

PS: Für Pro7 gilt das allerdings auch.

15.05.2019, aktualisiert vom November 2004 (src)

Die Erlaubnis für ein Doppelleben,

die braucht niemand, der das haben will. Es ist so schrill, und dennoch lustig oft vorhanden.

  • Sowas sollte man natürlich bedenken.
    • Daß am Ende unserer Zivilisation die Doppelbödigkeit gewinnt gegen den Gemeinsinn,
      • das ist schon eine markante individuelle Schizophrenie
        • bei fast allen uns Menschen.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180323.html

15.05.2019, aktualisiert vom März 2018 (src)

Dauerreproduktion

Abnützungen im System unseres Miteinanders zeigen sich in der Kunst so deutlich wie in der Arbeitswelt der Wirtschaft. Die Ausbeutung, die Routine, der Verlust der sinnlichen Gegenwart in der Dauerreproduktion der künstlichen Gefühle, an diesen Verfremdungen der Eigentlichkeit kommt kein Maler und kein Musiker vorbei. Aufmerksame MTV-Kucker bekommen viel von der Ödnis der Welt mit, die eben altert, solange sie keine neuen Gedanken denken kann.

15.05.2019, aktualisiert vom November 2004 (src)

Die erneute Gewöhnung

an die Einsamkeit, der Rückfall auf die Defaulteinstellungen, die jederzeit mögliche Neuinstallation des Grundsystems - das erinnert einen an die Hauptproblematiken. Wir enden immer wieder, wo wir anfingen.

15.05.2019, aktualisiert vom April 2005 (src)

Was man lernt, also wir

im Leben lernen,

ist die erkenntnistheoretische Komplettnichtigkeit,
und die ethische Macht des eigenen Handelns,

mit welcher Jedermann freilich umzugehen hat.

(Eine viel zu groß geratene Schlussfolgerung!)

mit welcher jeder freilich umzugehen hat.

(Oh, schon wieder!)
15.05.2019, aktualisiert vom März 2012 (src)

Was alle

  • wollen, brauchen und genießen,
    • das ist das Atmen, die Nahrung und eine Schlafstelle, sowie ein gewisser Auslauf.

Man nennt es "die menschliche Bedingung", weil das für alle gilt.

  • Und innerhalb dieser Bedingung zu leben, bedingt unser Leben.
    • Jaja, und wer es gemütlich haben will, braucht auch Kleidung, Mitmenschen und Sex.
      • Einen Menschen zu foltern, bedeutet ihm diese Lebensgrundlagen zu entziehen.

Und ob diese "conditio humana" ein Menschenrecht ist,

  • was ganz selbstverdänglich ist,

das verneint unsere Gesellschaft grundsätzlich für alle anderen.

  • Gut zu lernen, daß auch wir in den Augen anderer keine Menschenrechte haben.
    • Wer den anderen Menschen ihre Menschenrechte vorenthält, ist letztlich nur ein Demokrat, haha.

Die menschliche Vernunft ist offenbar niemals die Staatsräson der Demokratien.

  • Man muß es unterscheiden lernen.
15.05.2019, aktualisiert vom Juli 2014 (src)

Solche Menschen

wie der Claus Kleber vom ZDF, die den Staats-Journalismus betreiben,

  • sind wohl genauso nötig wie die CDU-Mehrheit im Bundestag.
    • Solche Menschen machen unseren Staat aus, und ich weiß,
      • ich bin kein Teil davon.
15.05.2019, aktualisiert vom Oktober 2014 (src)

Die Taliban

haben es ja hiesigerseits zum Mitmachbart geschafft.

  • Kultur ist IMMER Austausch.
    • Und alle hiesigen Bartträger sind die üblichen Opportunisten,
      • die es eben gibt,
        • und die sehr lustig sind mit diesem Trend.
15.05.2019, aktualisiert vom November 2014 (src)

Wie? Ist es nicht gerichtet?

  • Nein, es tut uns leid, es ist nicht wie vereinbart gerichtet.
    • Das ist ja schade. Man muß es nachrichten.
      • Ja, offenbar braucht es hier Nachrichten.
15.05.2019, aktualisiert vom April 2014 (src)

Die Ähnlichkeit der Augen oder des Mundes

bei den ganzen Leuten, die man ankuckt, rührt wohl daher, daß es früher Könige und Adelige und Vögte gab, die sich unerhört vermehrten, wie etwa hier der Herzog Carl Eugen von Württemberg, der hunderte von Kindern erzeugte. Oder aber noch andere Samenvielverteiler, die in Kriegen, Hierarchien und als mitreisende Männer im Schaustellerbereich ihre gesellschaftliche Dominanz ständig erarbeiteten.

https://philosophischer-nacht-und-sonntagsdienst.de/180215.html

15.05.2019, aktualisiert vom Februar 2018 (src)

Created: 2019-05-20 Mo 21:24

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