Politische Erkenntnis

ist ein subjektives Erleben jedes Menschen, und das Meiste daran beruht auf der sozialen Umgebung. Literatur leistet in diesem Bereich äußerst wenig, denn sie kann immer nur das Beiwerk der sozialen Umgebung sein und diese bekräftigen. Das ist auch bei mir so. Aber einmal nahm ich einen Einblick in die Zeit der französischen Politik im 19. Jh, durch die Lektüre von Stendhals "Rot und Schwarz", welches mich nachhaltig, - nachhaltig, weil ich es schon vor einigen Jahren las und noch immer jedesmal daran denke, wenn der politisch-intellektuelle Diskurs etwas sparsamer in den medialen Nachrichten gepflegt wird, - und es deswegen für mich eine Fibel, ein Klassiker, ein Nachschlagewerk geworden ist, wobei ich da nicht nachschlage, sondern die Gedanken wiederdenke, die ich bei der Lektüre gefunden hatte.

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