Äußerlichkeiten als Inhalte

beklagt man, seit man Klagen aufschreibt. Rauchen auf der Straße, Kopftücher tragen, schwarze Kleidung der Existentialisten. Die Veränderung dessen, was man als Wert erkennt, ist als neuer Inhalt immer Gaunertum, Dekadenz und Verwahrlosung. Alles wird zum Unwert. Aber es ist immer nur das Neue. Und es ist immer Gaunertum etc.

Idee in uns lebendig, die alles Neue automatisch verunglimpfen mag und das althergebrachte Gaunertum adeln möchte? Vielleicht ist überhaupt nur das ewiggleiche Denken immerzu äußerlich?

Und die Welt in ihrer Konserviertheit bleibt äußerlich oberflächlich, nur die Gauner und Ganoven bringen ihr eine gewisse Tiefe bei.

Poststelle@Philosophischer-Nacht-und-Sonntagsdienst.de
Emacs 25.1.1 (Org mode 9.0.7)
Gedichte · Sitemap · RSS