Gruß an George Bernard Shaw

Selten schon finden sich Menschen, die selbständig genug sind, um die Schwächen und Torheiten ihrer Zeitgenossen zu sehen und selbst unberührt davon zu bleiben. Aber diese einsamen verlieren meist bald den Mut, im Sinn einer Gesundung zu wirken, wenn sie die Verstocktheit der Menschen kennengelernt haben. Nur ganz wenigen ist es gegeben, durch feinen Humor und Grazie die Generation zu faszinieren und ihr auf dem unpersönlichen Weg der Kunst den Spiegel vorzuhalten. Den größten Meister dieser Art grüße ich heute mit herzlicher Sympathie, der uns alle beglückt und - erzogen hat.

Albert Einstein, Mein Weltbild

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