Nirgends mehr

ist die Sprache der Vernunft zu finden, und wer etwa im Web denkt, er hätte sie noch, ist schon geisteskrank genug dafür, dortselbst seinen Wahnsinn zu leben.

Die Logik der Blogs, dieses Tagebuchführens auf einfachste Weise, dieses Nachempfinden des Schreibens mit dem Stift auf eine weiße Seite Papiers, das war schon vor 15 Jahren obsolet und ist es immer noch. Aber die ambitionierten journalistischen Benutzer kommen nicht über diese Vorstellung hinaus, in ein verstehbar eindimensionales Medium schreiben zu können. Die Magie liegt für sie in der toll-schnellen Kopierbarkeit dieses Papiers.

Etwas weiter und eleganter sind schon die Wikibetreiber, immer noch einfach genug. Wann endlich wird man wieder mit Expertensystemen und Lisp-Anstrengungen dynamisierte Kurzweiligkeiten konstruieren?

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Emacs 25.1.1 (Org mode 9.0.7)
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