Über naive und sentimentalische Arbeitswelten

Es gibt zwei Arten, Geld zu verdienen. Mit Arbeit oder der Vermittlung von Arbeit. Mit Geldverdienen oder Geldverdienen durch Geldvermittlung. Es gibt eine Metaebene der Arbeit, die das Geld verdient, und die Arbeit verrichten Arbeiter ohne Verdienst, also ohne Profit.

Unter diesen Umständen gibt es einzig die Revolte gegen die unbezahlte Arbeit, und die Revolte gegen die Produktion.

Die naive Arbeit ist, wo der Arbeiter sein Geld für sein Leben verdient und er damit etwas machen kann. Leben mit Nuancen. Die sentimentale Arbeit ist nur ein Geldaufsammeln ohne Arbeit, und die Arbeit wird ein sentimentaler Begriff, als lebte man noch in einem Arbeitsleben.

Naive und sentimentale Arbeit gehen oft zusammen in einer Theorie der einen, die zur bedingungslosen Arbeit erzogen werden, und den anderen, die das Geld für sich weder verdienen noch erarbeiten, sondern einnehmen. Und solange es genug Arbeitsmoral gibt, die die Arbeit an sich als einen Wert ohne notwendigen Gegenlohn betrachtet, so lange leben wir in unseren glücklichen derzeitigen Welt.

Dazu auch: Friedrich Schiller, Über naive und sentimentalische Dichtung.

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